Presse
IB-Hochschule:
Gründung in Rekordzeit
Am 16. November gab es für 15 Berliner Studenten der Gesundheitswissenschaften zur Einstimmung auf ihr Seminar Sekt und Häppchen. Aus gutem Grund: Rektor Professor Uli Rothfuss begrüßte sie als erste Studiengruppe an der IB-Hochschule. IB-Hochschule? Kenner des IB, die jetzt verwundert die Köpfe schütteln, werden aufhorchen: Ja, der IB hat jetzt eine Hochschule! Innerhalb von nur etwa zehn Monaten erteilte die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung die staatliche Zulassung für das neueste ?Kind? des IB. Für Prof. Rothfuss, der aus Baden-Württemberg stammt, ein sehr erfreuliches Tempo: Der Prozess einer solchen Anerkennung dauere andernorts gewöhnlich zwei Jahre, erläutert er.
Genauso zügig, wie sie gegründet wurde, soll sie sich nun entwickeln. Der ersten Studiengruppe sollen weitere, der derzeitigen Fakultät für Gesundheitswissenschaften soll bereits nächstes Jahr eine für Kulturwissenschaften mit dem Studiengang Kommunikation und ein Jahr später die Fakultät Wirtschaftswissenschaften folgen. Grundständige Studiengänge, die mit dem Bachelor abgeschlossen werden, sollen durch postgraduale mit Master-Abschluss ergänzt werden.
Ein anspruchsvolles Programm, für das sich die Hochschulleitung um Prof. Rothfuss engagierte Mitstreiter gesucht hat. So etwa Dr. Sabine Koppetsch. Die Sprechwissenschaftlerin leitet die Fakultät für Gesundheitswissenschaften, zu der die Vertiefungsrichtungen Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie und Kreativtherapie zählen. Bei der Eröffnungsveranstaltung konnte ihr der Rektor die Zulassungsurkunde als Hochschullehrerin überreichen. Dr. Koppetsch verweist darauf, dass das Studium an der Hochschule ausbildungs- und berufsbegleitend angelegt ist:

Ausbildungsbegleitend heißt, dass auch Bewerber ohne staatlich anerkannte Ergo- oder Physiotherapie-, Logopädie- oder andere vergleichbare Ausbildung über die IB-Medizinische Akademie in Berlin oder einen anderen Schulstandort oder Ausbildungsstätte einen solchen Abschluss parallel zum Studium erwerben können.
Berufsbegleitend heißt, dass auch berufstätige Bewerber ihre Chance haben. Möglich ist das alles, weil die Studenten an fünf Wochenenden pro Semester üblicherweise freitags, samstags und sonntags 30 Stunden absolvieren. Nach einem studienfreien Monat beginnt das nächste Semester. Das Studium dauert sechs Semester oder drei Jahre. Im Jahr 2010 wird dann wohl wieder Sekt strömen in der ersten Studiengruppe an der nagelneuen IB-Hochschule.
Harald Mühle