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Weitblick durch Forschung!
Forschung

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Für die IB Hochschule ist aktive Forschung ein wesentliches Gestaltungselement einer lebendigen Lehre und der wissenschaftlichen Beteiligung an gesellschaftlichen Prozessen. Im Einklang mit den Kompetenzfeldern des Internationalen Bundes stehen gesundheits- und sozialwissenschaftliche Fragestellungen im Zentrum unserer Forschungsarbeit, die sich durch Praxisnähe und Anwendungsorientierung auszeichnet. Aktuelle Forschungsprojekte sind:

"Therapeutic Research": Innovative Weiterbildung an der IB Hochschule vom BMBF gefördert
Im Jahr 2014 erhielt die IB-Hochschule Berlin die Bewilligung eines Förderantrags im Rahmen des BMBF-Wettbewerbs "Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen" mit einer Gesamtsumme von über 400 T€ (Förderlaufzeit bis 2018). Seitdem entwickelt die IB Hochschule zur medizinisch-therapeutischen Forschung ein berufsbegleitendes Weiterbildungsangebot für Gesundheitsfachberufe, durch das besondere Zielgruppen wie z. B. Berufstätige, Wiedereinsteiger oder Studienabbrecher (m/w) angesprochen werden. Damit gehört die IB Hochschule zu einer der wenigen privaten Hochschulen in Deutschland, die öffentliche Forschungsgelder erhalten. Die Förderung durch das BMBF bestätigt die IB Hochschule als relevanten Bildungsakteur in der Akademisierung des Gesundheitswesens und in der Förderung der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung.  mehr

Akustische und artikulatorische Analyse stimulationsinduzierter Dysarthrie bei Patienten mit essentiellem Tremor und tiefer Hirnstimulation im Bereich des Nucleus ventralis intermedius (VIM)

Mitarbeit der IB Hochschule am interdisziplinären Projekt der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Köln und des Instituts für Linguistik - Phonetik der Universität zu Köln. Mittels neurologischer, phonetischer sowie logopädischer Untersuchungen werden die optimalen Einstellungen der Tiefen Hirnstimulation für die Patienten (m/w) mit Essentiellem Tremor analysiert. Für eine bestmögliche Lebensqualität sollten die Schwierigkeiten beim Sprechen gleichermaßen wie das Zittern (Tremor) von der Tiefen Hirnstimulation profitieren. Ziel dieser Sprachaufnahmen sind die Auswirkungen der Tiefen Hirnstimulation auf die Atmung, Artikulation und Verständlichkeit der Tremor-Patientinnen und Patienten zu belegen. Die logopädischen Tests führte Frau Mareike Scholz, Studierende der IB Hochschule im Fach Logopädie (B.Sc.) im 5. Semester, im September 2014 durch.  mehr

FARAW

FARAW (Facilitating Articulation and Reflection About Work) ist ein Forschungsprojekt der Johannes-Keppler-Universität Linz in Kooperation mit der IB-Hochschule Berlin und anderen europäischen Partnern. Es geht um den Transfer eines Instruments zur Modellierung von Arbeitsprozessen aus der Industrie auf Arbeitsprozesse im Gesundheitswesen. In dem zweijährigen Projekt wird untersucht, inwieweit es mittels der Anwendung eines standardisierten didaktischen Instrumentes zur Verbesserung von Abläufen im Gesundheitswesen kommen kann. Dabei kommt es zum Einsatz innovativer Technologien, die es ermöglichen, die Prozesse in Echtzeit zu simulieren und zu verbessern. Konkret bearbeitet die IB-Hochschule Berlin die Interaktion vielfältiger Akteure im Prozess des Übergangs von Patienten (m/w) nach einem Schlaganfall oder schweren Schädel-Hirn-Trauma aus der stationären Rehabilitation in das häusliche Umfeld. Der Prozess ist dabei allerdings zunächst Mittel zum Zweck: Das eigentliche Erkenntnisinteresse liegt primär darauf, zu überprüfen, ob das angewandte Verfahren tauglich ist, einen solchen Prozess zu optimieren. Bei positiven Ergebnissen kann die Anwendung auf vielerlei, bislang wenig optimierte, Prozesse im Gesundheitswesen übertragen werden. Finanziert wird das Projekt durch das "Leonardo Da Vinci Transfer of Innovation Project".
"Ein Forschungsprojekt stellt immer eine große Chance für unsere Studierenden dar, sich beruflich und persönlich weiterzuentwickeln. Das Kennenlernen unbekannter Ideen und Arbeitsweisen, auch mal andere Luft zu schnuppern – das erweitert den eigenen Horizont ungemein." Prof. Dr. Marion Hermann-Röttgen, Projektleitung "Besser hören – besser zu-hören – besser kommunizieren" und "Therapeutische und pädagogische Methoden der sprachlichen Kommunikationsförderung im Dialog. Vergleich Deutschland – Russland"

Besser hören – besser zu-hören – besser kommunizieren
Eine verbesserte Raumakustik wirkt sich positiv auf die Sprachentwicklung von Kindern aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Studierenden der IB Hochschule unter Leitung von Prof. Dr. Marion Hermann-Röttgen in Zusammenarbeit mit dem Logopädischen Institut FON und der Fellbacher Hör- und Funksysteme-Firma Phonak.
Die Untersuchungen in dem Projekt "Besser hören – besser zu-hören – besser kommunizieren" zeigten, dass sich gerade bei leistungsschwachen Kindern schon nach fünf Monaten eine messbar bessere Weiterentwicklung ihrer Sprache auf allen Ebenen zeigte. Insbesondere ihr Wortschatz und ihre Konzentrationsfähigkeit nahmen zu.

Durchgeführt wurden die Tests in zwei Kindergärten in Stuttgart. Dabei kam eine elektronische Klangsäule (DSF Dynamic Sound Field) zum Einsatz, die von der Firma Phonak zur Verfügung gestellt wurde. Diese Anlage verstärkt und entlastet situationsbedingt die Stimme der Erzieher (m/w) . Neben einem rascheren Sprachzuwachs führt dies auch zu einer Absenkung des Lärms in dem mit DSF ausgestatteten Raum von durchschnittlich 10 Dezibel. Im Ergebnis wurde deutlich, wie wesentlich es für die Entwicklung eines Kindes ist, die Fähigkeit des Hörens, des Zuhörens und damit des menschlichen Miteinanders optimal zu ermöglichen und in jeder Hinsicht zu fördern. Die Forschergruppe schließt daraus, dass den akustischen Gegebenheiten in öffentlichen Räumen – vor allem solchen, die der Erziehung und Betreuung von Kindern dienen – mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Das Projekt wurde in Stuttgart abgeschlossen und läuft aktuell in Köln und in Berlin. Im Anschluss soll es auch an Schulen wiederholt werden.

Therapeutische und pädagogische Methoden der sprachlichen Kommunikationsförderung im Dialog. Vergleich Deutschland – Russland
Elementare Rahmenbedingung des Projekts ist ein Austauschprogramm für Studierende der IB Hochschule mit der Universität in Ufa, der Hauptstadt der Republik Baschkortostan (Russland), und dem dortigen Institut für Lehrerfortbildung. Im Zentrum des langfristig angelegten Forschungsprojekts steht eine vergleichende Studie zu den therapeutischen Vorgehensweisen, Ansätzen und Methoden in den kulturellen Kontexten der Untersuchungsländer Russland und Deutschland.

In diversen interkulturellen Podiumsdiskussionen, Lehrveranstaltungen und Praktika wurde in den letzten Jahren bereits der Grundstock für eine weitergehende Zusammenarbeit gelegt. Eine Vielzahl von Daten wurde erhoben, die gerade aus deutscher Sicht interessant sind. Denn "während in Deutschland Einzeltherapien präferiert zum Einsatz kommen, setzen die russischen Kollegen (m/w) mit großem Erfolg auf gruppentherapeutische und damit kostengünstigere Ansätze", so Prof. Dr. Marion Hermann-Röttgen. Durch den Austausch sollen die Studierenden und Kollegen (m/w) die jeweils eigenen wissenschaftlichen und therapeutischen Methoden miteinander vergleichen, reflektieren und optimieren.

In jedem Jahr haben fünf Studierende oder Kollegen (m/w) der IB Hochschule und des Instituts FON die Gelegenheit, in Ufa, Sterlitamak oder Salavat ein therapeutisch-pädagogisches Praktikum von täglich sechs Stunden zu absolvieren. Das Praktikum ist zusätzlich mit einem täglichen Intensiv-Sprachkurs von zwei Stunden in russischer Sprache verbunden. Gleichzeitig werden fünf Personen aus Russland an der IB Hochschule zu Gast sein. Die Zeiten werden als Praktikum an den Hochschulen anerkannt. Die Vor- und Nachbereitung des Aufenthaltes wird jeweils vor Ort gestaltet. Verpflegung und Unterkunft sind frei, nur der Flug muss eigenfinanziert werden. Wissenschaftliche Stipendien können jedoch beantragt werden.