Klettern im Studium

18.07.2018

Klettern ist seit einigen Jahren Thema in therapeutischen Interventionen, sowohl im Bereich des motorischen Lernens als auch in psychosozialen Kontexten.

Neurowissenschaftliche Erkenntnisse unterstützen die Wirkweisen im Bereich der Motivation, Aufmerksamkeit sowie in der Verbesserung der eigenen Körperwahrnehmung und des Selbstbildes. Therapeutisches Klettern findet Anwendung in der Pädiatrie, Neurologie/Orthopädie und in der Psychiatrie.

Studierende der IB Hochschule – Fachbereiche Ergotherapie und Physiotherapie – nahmen an drei Junitagen an einem Kletterworkshop in der Kinder- und Jugendeinrichtung “Breakout” in Berlin teil. Neben dem Erlernen von Klettertechniken und des gegenseitigen Sicherns trainierten sie die Zusammenarbeit und Kommunikation in einem interprofessionellen Team – natürlich ohne dabei den Spaßfaktor zu verlieren.

Das Workshop-Ziel war jedoch das Klettern vor allem als therapeutisches Mittel selbst einmal auszuprobieren. Anhand einer zu beobachtenden Handlungsanalyse wurden die Möglichkeiten für den motorischen und psychosozialen Bereich ermittelt und zuletzt einer anderen Gruppe, die Technik des Kletterns in Form einer realen Anleitungssituation erklärt. Letzteres war eine besondere Erfahrung und Herausforderung.

Im Anschluss trafen die Studierenden auf eine Gruppe Jugendlicher mit Fluchthintergrund, die ebenfalls das Klettern kennenlernen wollten. Die Jugendlichen wurden zuvor aus dem bestehenden Kontakt zwischen der IB Hochschule und des Paul-Gerhard-Werkes eingeladen. Die frisch erworbenen Kompetenzen der Studierenden kamen so noch einmal zum Einsatz.

Der Workshop wurde unter praktischer Anleitung des Sozialarbeiters und Erlebnispädagogen Jonathan Scheer umgesetzt sowie theoretisch von Daniela Albrecht (Dozentin, Physiotherapie) und Sarah Novák (Dozentin, Ergotherapie) begleitet.

  • Klettern in der Therapie
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