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Im Homeoffice mit Kindern - wie geht das? Ein Wochenrückblick auf Prüfungsamt und Marketing online

28.04.2020 Die Vereinbarkeit von Familie, Studium und Beruf ist seit Gründung der IB Hochschule im Jahr 2007 aufgrund des Angebots berufsbegleitender Studiengänge ein zentrales Thema.

Die Corona-Pandemie verändert nun nicht nur das Alltagsleben der Studierenden, sondern auch des Personals der Hochschule. In dieser Woche blicken wir hinter die Kulissen des Akademischen Prüfungsamtes und des Marketings zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie während des Lockdowns.

Das Präsidium: Es sind nun fast sechs Wochen, seitdem Kitas und Schulen geschlossen sind und Sie zu Hause arbeiten. Wie funktioniert das? Kann das überhaupt funktionieren? Prüfungsamt online, Marketing online von zu Hause, samt Kinderbetreuung und Homeschooling?

Mitarbeiterin Akademisches Prüfungsamt: Home Office mit Kindern ist… jeden Morgen frische Brötchen vom Bäcker, ein extrem kurzer Arbeitsweg, ein Küchentisch mit PC, Wollmäusen bei der Vermehrung zuschauen, flexible Bürozeiten, Videokonferenzen führen und gleichzeitig Tränen trocknen, Noten berechnen, Rechnen mit Zehnerüberschlag erklären, Prüfungen auf digital umstellen, Deutschtests analog korrigieren,basteln mit Glitzerpapier, ständig Nudeln zum Mittag essen, die Notwendigkeit der Mittagsruhe immer wieder neu erklären, beim Spaziergang mit Kind und Kegel Dienstgespräche führen, Matheaufgaben mit Kreide auf den Gehweg schreiben, Aufgaben neu priorisieren, die Kinder pünktlich ins Bett bringen und auch mal bis 23:00 E-Mails beantworten.

Es funktioniert, auch Dank der tatkräftigen Unterstützung von den Kolleg*innen Vorort.

Moritz Riedel, MarketingreferentJa, das kann funktionieren, fährt aber auch gerne mal gegen die Wand. Und irgendwann liegen, auch wenn man es noch gar nicht so recht gemerkt hatte, die Nerven blank. Die Umstellung auf Homeoffice geht relativ unkompliziert. Der Laptop macht mobiles Arbeiten schnell möglich und man hat sich in Kürze zu Hause sein kleines gemütliches Home Office eingerichtet.

Homeschooling, das war schon eher eine neue Erfahrung. Organisiert hat man sich schnell, aber dann kommen die ersten Aufgaben: Deutsch 3, Klasse, Was war nochmal Subjekt, Prädikat und Objekt? Das kennt man doch! Und wie erklärt man das nochmal? So fängts an… und schon hat man Google gefragt.

Und dann Mathe Subtrahieren: alles easy aber nach der 20ten Aufgabe Kopfrechnen mit dreimal durchstreichen hab‘ ich dann doch heimlich den Taschenrechner zur Hilfe geholt. Und nachdem ich meiner Tochter lang und breit den Fehler erklärt hatte, habe ich doch feststellen müssen, dass Sie das Ergebnis richtig hatte.

Meine Tochter ist sehr fleißig und gut organisiert, aber sobald man ihr ihre Diktat Fehler vorliest hat man ganz schnell ein Problem. Da fliegt schon mal ein Ordner durchs Kinderzimmer und man lernt, mehr oder weniger, dass man auch dann die Nerven behalten sollte. Was mir nicht immer gelang.

Zwischendurch ist da natürlich noch ein 4einhalbjähriger, mal Polizist und mal Dinosaurier.

Ich finde er hat in der Zeit sehr schnell gelernt und spielt auch gerne mal eine Stunde für sich, Lego oder Playmobil. Aber eben „nur“ eine Stunde. Und dann will er natürlich Aufmerksamkeit und macht mir und uns das unmissverständlich klar. Zum Glück gibt es den Alba-Online-Sport für Kinder, und zum Glück gibt es Opas die sogar über Skype oder Zoom auch den 53ten Dinosauriernamen erklären. Und die sogar über Skype Verstecken spielen, wobei beide Kinder durch die Wohnung rennen und der Opa am anderen Ende der Skypeverbindung raten muss wo sie sind.

Und zum Glück haben wir uns das von Anfang an aufgeteilt, wer wann was macht. Wir haben das auf eine Art Kreidetafel geschrieben, in der Küche aufgehangen und so gehen wir, wenn auch mitunter turbulent relativ strukturiert durch den Tag und haben am Abend das Gefühl auch etwas geschafft zu haben.

Seit dieser Woche dürfen die Kinder wieder weitere Familienangehörige treffen und das haben wir heute umgesetzt. Jetzt ist Maja bei ihrer Omi, Levi bei seinem Opa und ich sitze zen-mäßig im Büro und kann 5 Stunden am Stück ungestörtes Arbeiten gar nicht richtig einordnen.

Wie reagieren die Studierenden auf diese veränderte Situation eines Online- Prüfungsamtes?

Mitarbeiterin Akademisches Prüfungsamt: Sehr viele Studierende haben Geduld bewiesen, wenn es mal etwas länger dauerte. Sie sehen, dass wir uns bemühen, unser Bestes geben und in ihrem Sinne agieren.

Es erreichten uns ganz liebe Dankesmails nach den doch so schnell auf digital umgestellten Abschlussprüfungen.Ich denke, dass die Stimmung unter den Studierenden aktuell sehr gut ist. Denneuen Gegebenheiten stehen die meisten flexibel und offen gegenüber. Danke dafür, es macht Spaß.

Worin besteht die besondere Herausforderung für das Marketing?

Marketing: Im Moment wollen wir die Infotermine online haben, am besten für jeden Studiengang und mit möglichst vielen Interessenten gefüllt. Das klappt für den Anfang schon ganz gut, ist aber rein technisch etwas aufwändig und umständlich. Mit der Zeit kann hier natürlich immer mehr passieren und ich bin ganz zuversichtlich. Ich glaube wenn sich die Leute erst einmal an Meetings gewöhnt haben, ist das auch für viele viel praktischer.

Wir als Marketing Team müssen uns auch neu aufbauen und strukturieren. Zum Glück haben wir ab letzter Woche eine neue Mitarbeiterin Franziska Granzow die bei uns als Studienberaterin arbeiten wird und die uns mit vielem unterstützen kann. Die Einarbeitung findet natürlich auch digital statt.

Wie haben sich die Inhalte Ihrer Arbeit durch Corona verändert?

Mitarbeiterin Akademisches Prüfungsamt: Die Inhalte meiner Arbeit haben sich nicht verändert. Meine Arbeitsweise und der Fokus hat sich geändert. Effektivität hat höchste Priorität.

Marketing: Wir haben uns im Marketing Team zusammengerauft und es geht fast nur noch um Online Inhalte. Neue Flyer gestalten, die Messebesuche, oder sonstige Aktionen sind alle in den Hintergrund gerutscht. Ich glaube diese Art von schneller Digitalisierung, dieser Sprung ins kalte Wasser ist für viele ein Push in die richtige Richtung.

Welche Änderungen sollte die Hochschule nach Corona beibehalten? Was könnte die Hochschule aus dieser Krise an Positivem mitnehmen?

Mitarbeiterin Akademisches Prüfungsamt: Digitalisierung. Corona beschleunigt die Digitalisierung an der Hochschule ungemein – das begrüße ich sehr.

Marketing: Wie es in der Lehre funktioniert weiß ich nicht, aber die Online Infotermine sind bisher ganz gut besucht und die werden mit oder ohne Corona sehr wahrscheinlich auch in der Zukunft angeboten. Ich glaube ein digitales Meeting wird ein persönliches Treffen nicht ersetzen können, dafür ist die Kommunikation nicht reichhaltig genug, aber manche Dinge können einfach und auch schnell in einem Go to Meeting/ Office Teams Meeting geklärt werden.

Die Hochschulleitung zieht den Hut vor dieser doppelten Herausforderung und sagt DANKE!

Als herzliches Dankeschön verschickt die Hochschulleitung einen digitalen Blumenstrauß an die Familien, die Kinder und die helfenden Hände des Hochschulteams.