Erfahrungen von Alumni – Annett Emmert - IB Hochschule

Annett Emmert

Was haben Sie studiert?

Vom 01. Oktober 2016 bis 30. März 2020 absolvierte ich an der IB Hochschule Berlin den Bachelorstudiengang B. A. Health Care Education/
Gesundheitspädagogik und vom 01. Oktober 2020 bis 30. März 2023 den Masterstudiengang M. A. Gesundheitspädagogik und Bildungsmanagement.

 

Warum haben Sie sich für das Studium entschieden?

Im Laufe meiner mehr als dreißigjährigen Berufserfahrung im Feld der Physiotherapie, in der ich zahlreiche Fortbildungen absolviert habe, hat es sich ergeben, dass ich nach dem erfolgreichen Abschluss einer Fortbildung gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könnte in der Fortbildungsakademie als Dozentin tätig zu sein und die beinhalteten acht Module für Physiotherapeut*innen und Ergotherapeut*innen an verschiedenen Standorten in Deutschland und Österreich zu unterrichten.

So begann ich mit der Dozent*innentätigkeit im Fortbildungsbereich der Therapieberufe im Jahr 2013. Als ich im Jahr 2016 auf einem Fortbildungskurs mit Prof. Andry Vleeming und Prof. Henryk Lexy im anatomischen Institut der Charité teilnahm, wurde ich durch Prof. Lexy auf das Gesundheitspädagogikstudium an der IB Hochschule in Berlin aufmerksam. Dieses Studium bot die Möglichkeit die pädagogische Fachlichkeit zu vertiefen und zu professionalisieren. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich dafür entschieden den Schwerpunkt meiner weiteren Tätigkeit auf die Lehre zu setzen. Ich begann im Oktober 2016 mit dem Studium der Gesundheitspädagogik an der IB Hochschule Berlin neben der Tätigkeit in meinen Praxen (Praxis für Physiotherapie in Berlin Spandau und Praxis für Osteopathie und Schmerztherapie in Berlin Charlottenburg).

Während des Bachelorstudiengangs ergab es sich, dass ich erst als Lehrkraft und dann als stellvertretende Schulleitung an zwei Physiotherapieschulen in Berlin und Brandenburg tätig war. Dies führte dazu, dass ich meine Physiotherapiepraxis im Jahr 2018 verkaufte und hauptberuflich in der Lehre tätig war. In Brandenburg war es verpflichtend ein pädagogisches Masterstudium zu absolvieren, um in der Lehre in den Gesundheitsfachberufen tätig sein zu dürfen. Dieser Umstand ergab, dass ich einen pädagogischen Masterstudiengang auswählen musste. Da ich zu diesem Zeitpunkt schon die Ambitionen hatte zukünftig in einer Leitungsfunktion in einer Gesundheitsfachschule tätig sein zu wollen, sprach mich der Studiengang M. A. Gesundheitspädagogik und Bildungsmanagement an der IB Hochschule an, da der Weg des Bildungsmanagement die Themen für Leitungsfunktionen beinhaltete. Das Modulhandbuch zeigte aus meiner Sicht zudem sehr interessante Themenbereiche für die Leitungsebene auf, die in anderen Studiengängen so nicht zu finden waren. Im Oktober 2020 startete ich mit dem Studium M. A. Gesundheitspädagogik und Bildungsmanagement an der IB Hochschule in Berlin. Da ich mich entschieden hatte den Weg dieses Masterstudiums zu gehen, hat sich die Möglichkeit eröffnet, dass ich im Oktober 2020 die Stelle als Schulleitung der Berufsfachschule für Physiotherapie an der Medizinischen Akademie IB Medau GmbH in Nürnberg erhielt.

 

Was hat Ihnen am Studium an der IB Hochschule gefallen?

Sehr gut gefallen haben mir die Inhalte der Modulhandbücher beider Studiengänge. Durch das selbstständige Arbeiten mit den Modulinhalten und das Erarbeiten der einzelnen Themenbereiche konnte ich die Themen gut mit dem Arbeitsalltag verbinden. Meine alltägliche Arbeit konnte davon profitieren, indem erarbeitete Inhalte in den Schulalltag und die Schulentwicklungsarbeit implementiert werden konnten. Zudem finde ich sehr positiv, dass die Hochschule nicht so groß ist und man als Studierende/r das Gefühl hat, dass die meisten Professor*innen und Dozent*innen die Studierenden in ihren Studiengängen persönlich kennen und wahrnehmen. Die Dozierenden sind in der Regel gut erreichbar und gehen auf die individuellen Belange der Studierenden ein. Die Atmosphäre in den Modulpräsenztagen ist wertschätzend und freundlich.

Der Ablauf des Studiums ist klar strukturiert, wobei ich sagen muss, dass dies in den ersten Jahren noch nicht so stark zu erkennen war, wie in den letzten zwei Jahren. Gut gefällt mir zudem, dass für jedes Modul eine Prüfung vorgesehen ist, so dass man sich mit allen Modulthemen direkt auseinandersetzt. Dies bringt einem auch Themen näher, die sich zunächst als Barriere darstellen.

Die Lernplattform Moodle erscheint am Anfang etwas unübersichtlich, aber mit der Zeit erweist sie sich als unterstützend für den Lernprozess.

Im letzten Semester war es zudem sehr unterstützend, dass das akademische Prüfungsamt in äußerst kompetente Hände übergeben wurde – das hat deutlich zu veränderten klaren Strukturen verholfen und zwar mit Empathie, Ruhe, Humor, Herz und Verstand.

 

Was würden Sie einem Ersti raten, der sein Studium gerade erst beginnt?

Ich würde empfehlen mit Lust und Interesse in die Module zu starten und immer zu versuchen, die für sich wichtigen Themen herauszufiltern, um Inhalte in der Praxis anwenden zu können. Auch aus Themen, mit denen man erst nicht so viel anfangen kann, kann man etwas für sich herausziehen.

Sinnvoll ist es für Hausarbeiten und Referate Themen zu finden, die einen selbst interessieren und die im besten Fall auch im Arbeitsalltag genutzt werden können.

Zudem rate ich von Beginn an schon zu überlegen, welche Themen einen für eine Abschlussarbeit interessieren. So bietet sich die Möglichkeit recherchierte Quellen für die Abschlussarbeit zu sammeln und gedanklich schon im Thema zu stecken.

Ich fand es sehr wertvoll, sich mit ein paar netten Leuten im Kurs anzufreunden und sich dadurch gegenseitig zu unterstützen und voneinander zu profitieren. Ich bin sehr dankbar für unsere Vierergruppe, die gemeinsam beide Studiengänge mit Lust, Frust, Tränen und Lachen super durchgehalten hat. Coolste und lustigste intersubjektive Vierergruppe!!! Auch in (Tief)Phasen, in denen man denkt, dass alles schwer zu bewältigen ist, hilft es, mit Menschen im Austausch zu sein, die das auch gerade erleben. Wichtig ist eine Lerngruppe auch zum Üben von Referaten, denn wenn man sich gegenseitig ein Referat vorträgt, hilft einem das, die vorgegebene Zeit nicht zu überschreiten und es gibt Sicherheit. Auch die konstruktive Kritik der Freunde im Kurs hilft einem dabei, sich stets zu verbessern und Dinge zu verstehen, die sich einem auf den „ersten Blick“ nicht erschließen.

Wichtig ist auch, dass man sich nicht vor dem Kontakt mit den Studiengangsleitungen fürchtet. Sie stehen einem zur Seite und sind immer bemüht eine Lösung zu finden für individuell schwierige Situationen.

 

Wie geht es bei Ihnen weiter / welche Pläne verfolgen Sie?

Meine Arbeit als Schulleitung in Nürnberg erfüllt mich sehr. Ich arbeite sehr gerne an den Themen der Schulentwicklung gemeinsam mit einem super tollen Team.

Eine Hochschule hat angefragt, ob ich mir vorstellen könnte auch Module im Studium zu unterrichten und Abschlussarbeiten zu betreuen. Das kann ich mir gut vorstellen und werde diesbezüglich im Kontakt bleiben. Eine weitere Hochschule hat mir einen Lehrauftrag angeboten, den ich voraussichtlich annehmen werde. Ich würde dort neben meiner Schulleitungstätigkeit drei Module in einem Medizinpädagogikstudiengang unterrichten. Außerdem besteht die Möglichkeit noch in diesem Jahr mit einer Promotion zu beginnen, was mich sehr interessiert, da ich weiterhin Lust habe auf persönliche Weiterentwicklung ?